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bären in Albanien:

13.3.2020

Grausame Bärenhaltung in Albanien fast beendet

Als VIER PFOTEN Ende 2015 mit der Arbeit in Albanien begann, fristeten mehr als 30 Bären ein trauriges Dasein in winzigen Käfigen nahe Restaurants oder Hotels, wo sie als Touristenattraktion ausgestellt werden. Die beengten, nicht artgemäßen Haltungsbedingungen sind für die Tiere sowohl physisch als auch psychisch sehr belastend, viele von ihnen befanden sich folglich in einem schlechten Allgemeinzustand, waren ausgehungert oder zeigten Verhaltensauffälligkeiten.

Ein großer Erfolg:

Im März 2016 unterzeichnete VIER PFOTEN eine Absichtserklärung mit dem albanischen Umweltministerium mit dem Ziel, gemeinsam eine nachhaltige und tierschutzgerechte Lösung für die vielen in katastrophaler Haltung lebenden albanischen Bären zu finden. Seither wurden in Kooperation mit den albanischen Behörden und anderen Tierschutzorganisationen mehr als 30 Bären gerettet und in ausländische Wildtierauffangstationen überführt. Zehn dieser Bären leben heute in den VIER PFOTEN Bärenschutzzentren und Partnerprojekten im Kosovo, der Schweiz sowie in Deutschland und Bulgarien. 

Unsere Pläne in Albanien

Aktuell leben nur noch einige wenige Bären in schlechter, nicht artgemäßer Haltung in Albanien. Für diese Bären und andere einheimische Wildtiere plant die albanische Regierung, ein Wildtierschutzzentrum nahe der Hauptstadt Tirana zu  errichten. 

VIER PFOTEN wird sich weiterhin für die Verbesserung des gesetzlichen Wildtierschutzes in Albanien einsetzen und die albanische Regierung beim Bau eines Wildtierschutzzentrums unterstützen. Die Etablierung einer solchen Auffangstation für einheimische Wildtierarten ist aus Sicht von VIER PFOTEN zwingend notwendig, um künftig Bären und andere Wildtiere in Not retten und artgemäß unterbringen zu können und gleichzeitig auch das Bewusstsein für die Bedürfnisse dieser Tiere in der Bevölkerung zu stärken.

VIER Pfoten rettet Tiere in Not

Eine zweite Chance für Bären in Albanien

Meimo und Amelia

Die beiden Bären beginnen ihr neues Leben im Arosa Bärenland in der Schweiz.

Rettung Rocco

VIER PFOTEN rettet Bären aus einem winzigen Käfig in Albanien

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Dreibeinige Dushi

beginnt ein neues Leben im BÄRENWALD Müritz

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Rettung Luna

VIER PFOTEN bringt die albanische Bärin Luna in Sicherheit

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Bärin Jeta

Neues Zuhause für einen der traurigsten Bären Europas

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Neues Leben für Riku

Endlich kann der ehemalige Tanzbär im TANZBÄRENPARK Belitsa mit Artgenossen ein friedliches Leben führen.

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Was VIER PFOTEN bislang in Albanien erreicht hat:

2020
Illegaler Wildtierhandel in Albanien boomt

Juni 2020: 

Eine Recherche von VIER PFOTEN hat ergeben, dass der illegale Wildtierhandel in Albanien außer Kontrolle ist: Auf lokalen Online-Marktportalen wurden mehr als 35 Anzeigen entdeckt, in denen  geschützte und exotische Wildtiere zum Verkauf angeboten wurden! Außerdem wurden mehrere einheimische Wildtiere (darunter auch der extrem seltene Balkan-Luchs) ausgestopft in albanischen Restaurants entdeckt. Angesichts dieser Vorfälle hat der albanische Minister für Tourismus und Umwelt, Blendi Klosi, angekündigt, ernsthafte Maßnahmen gegen die illegale Jagd und den kommerziellen Handel von Wildtieren zu ergreifen. Unter anderen ordnete der Minister die Einrichtung einer Sonderarbeitsgruppe an, der NGOs ihre Bedenken und Verdachtsfälle von Wildtierverbrechen melden können. Weiterhin versprach er, mögliche Maßnahmen gegen den Handel mit Wildtieren auf Online-Marktplattformen mit den zuständigen nationalen Behörden zu besprechen. Lesen Sie mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Restaurant Bären Investigation 2018

Mai 2020

Dank der Bemühungen mehrerer internationaler Tierschutzorganisationen und Schutzzentren in den vergangenen Jahren ist die Zahl der #saddestbears in Albanien deutlich zurückgegangen. Aktuell gibt es nur noch einen Bären, der nahe eines Restaurants in Tirana gehalten wird. Gemeinsam mit den albanischen Behörden wird VIER PFOTEN an einer Lösung für „Albaniens letzten Restaurantbären“ arbeiten und die grausame Zurschaustellung von Bären damit endgültig beenden!

2019

November 2019:

VIER PFOTEN übergab die Machbarkeitsanalyse für ein albanisches Bärenreservat und Rettungszentrum an den albanischen Minister für Tourismus und Umwelt, Blendi Klosi. Es ist nun Aufgabe des Ministeriums, diese Pläne in absehbarer Zeit zu realisieren und umzusetzen. Natürlich wird VIER PFOTEN diesen Prozess weiter begleiten und unterstützen.

Oktober 2019

Erfolg: Nach jahrelanger Kampagnenarbeit von mehreren nationalen und internationalen NGOs, darunter VIER PFOTEN, macht Albanien einen großen Schritt zur Verschärfung der Maßnahmen gegen Umweltkriminalität!Das Strafgesetzbuch des albanischen Gesetzes wurde gerade um eine Liste strafbarer Vergehen bei Umweltkriminalität ergänzt, was bedeutet, dass Straftaten wie das Töten, Wildern oder der illegale Handel mit geschützten Arten jetzt zu mehreren Jahren Gefängnis führen können. Bisher wurden solche Verbrechen nur mit einer niedrigen Geldstrafe geahndet.Darüber hinaus wurde das "Gesetz zum Schutz und zur Erhaltung der wildlebenden Tiere" geändert. Infolgedessen wird ein "Nationalrat für Wildtiere" eingerichtet, dessen Aufgabe vor allem darin besteht, das neue Gesetz zu überwachen und zur Umsetzung beizutragen. 

Juni 2019

Rocco ist im BÄRENWALD Müritz angekommen. Nach einer langen Reise von Albanien ist er endlich in seinem neuen Zuhause.
Insgesamt zehn in Albanien gerettete Bären leben in den VIER PFOTEN Bärenschutzzentren und Partnerprojekten im Kosovo, in Deutschland, in der Schweiz und in Bulgarien.

April 2019:

Die dreibeinige Bärin Dushi, die im Oktober 2018 aus dem illegalen Safari Park Zoo Fier in Albanien gerettet wurde, kommt im BÄRENWALD Müritz an. Bereits kurz nach ihrer Ankunft erkundet die Bärin ihre neue natürliche Umgebung.

Februar 2019:

Meimo und Amelia, zwei der letzten albanischen Restaurantbären, finden ein neues Zuhause im Arosa Bärenland.

2018

Oktober 2018:

Gemeinsam mit den albanischen Behörden rettet VIER PFOTEN zwölf Wildtiere – darunter drei Löwen und einen Bären – aus dem „schlimmsten Zoo Europas“, dem illegalen Safari Zoo Park Fier. Die Tiere werden übergangsweise im Zoo der albanischen Hauptstadt Tirana untergebracht.

Mai 2018:

Anlässlich der Eröffnung des neuen Umweltbildungszentrums im BÄRENWALD Prishtina bekennt sich das albanische Ministerium für Tourismus und Umwelt erneut dazu, in Zusammenarbeit mit VIER PFOTEN ein Bären- und Wildtierschutzzentrum nahe Tirana errichten zu wollen.

Januar 2018:

Mehr als 25 Bären sind in Kooperation mit den albanischen Behörden und anderen Tierschutzorganisationen gerettet und in ausländische Wildtierauffangstationen überführt worden.

2017

November 2017:

VIER PFOTEN überreicht dem neuen albanischen Minister für Tourismus und Umwelt in Tirana 424.691 Unterschriften für ein gesetzliches Verbot der grausamen Bärenhaltung in Albanien.

August 2017:

Insgesamt sechs in Albanien gerettete Bären leben in den VIER PFOTEN Bärenschutzzentren im Kosovo sowie in Deutschland und Bulgarien. 

Mai 2017:

VIER PFOTEN überführt den Bären Riku in den TANZBÄRENPARK Belitsa. Zuvor war der Bär privat als „Haustier“ in einem albanischen Bergdorf gehalten worden. VIER PFOTEN befreite den in einer kleinen Hütte angeketteten Bären bereits im Dezember 2016.

Februar 2017:

VIER PFOTEN wird Mitglied der Koalition „Save Albanian Bears“, um gemeinsam mit anderen Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie staatlichen Institutionen für ein Ende der grausamen Bärenhaltung in Albanien einzutreten.

2016

November 2016:

VIER PFOTEN rettet zwei weitere Bären aus schlimmer Haltung, die „Vergnügungspark-Bärin“ Luna und die „Selfie“-Bärin Jeta, die von ihrem Halter in einem kleinen Verschlag neben dessen Wohnhaus gehalten wurde.

August 2016:

VIER PFOTEN startet eine Online-Petition, um auf das Leid der Käfigbären in Albanien aufmerksam zu machen, und appelliert an das albanische Ministerium, gesetzliche Verbesserungen zum Schutz der Tiere einzuführen.

August 2016:

In Zusammenarbeit mit den albanischen Behörden rettet VIER PFOTEN drei der traurigsten Bären Albaniens, die Restaurantbären Tomi, Pashuk und Gjina. Einen Monat später werden die drei Tiere in den BÄRENWALD Prishtina überführt.

Juli 2016:

Die traurige Geschichte des „Bierbären Tomi“, der in einem kleinen Käfig nahe eines Restaurants in Nordalbanien lebt, geht um die Welt.

März 2016:

VIER PFOTEN unterzeichnet eine Absichtserklärung mit dem albanischen Umweltministerium; gemeinsames Ziel ist es, eine nachhaltige und tierschutzgerechte Lösung für die vielen in katastrophaler Haltung lebenden albanischen Bären zu finden.