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Mashutka muss nie wieder kämpfen

27.2.2019

VIER PFOTEN rettet ukrainische Kampfbärin

Stellen Sie sich vor, Sie verbringen ihr Leben in einem winzigen Käfig, der gerade groß genug ist, um sich umzudrehen. Sie verbringen Jahre in diesem Gefängnis, aber das eigentliche Problem beginnt, wenn sich die Tür öffnet und sie sich kampfbereiten Jagdhunden stellen müssen. Das war die Realität von Mashutka, eine etwa 13-jährige Braunbärin, die im November 2017 von VIER PFOTEN gerettet wurde. Vor ihrer Überstellung in den BÄRENWALD Domazhyr bei Lemberg vegetierte sie in einem winzigen Käfig und durfte ihn nur zu einem einzigen Zweck verlassen: um in der sogenannten "Bärenhetze" gegen Jagdhunde zu kämpfen. Zu Trainingszwecken werden die Hunde dabei auf Bären gehetzt, um sie für die Jagd zu trainieren, doch wehren können sich die Bären in der Regel kaum.

"Bärenhetze ist eine grausame Praktik, bei der die Bären angebunden sind, mit Seilen oder Ketten kontrolliert werden und sich kaum gegen die Hundeattacken wehren können. Obwohl Bärenkämpfe gegen das Gesetz verstoßen, wissen wir, dass dies immer noch geschieht. VIER PFOTEN fordert daher ein Verbot der Haltung von Bären auf Jagdstationen und in anderen grausamen Bedingungen und hilft gleichzeitig der Regierung, Bären wie Mashutka in unserem BÄRENWALD Domazhyr ein artgemäßes Zuhause zu geben."

Carsten Hertwig, Bärenexperte bei VIER PFOTEN

Schauen Sie sich den berührenden Moment an, als wir Mashutkas von ihren Ketten befreiten und sie an einen Ort brachten, an dem sie nie wieder kämpfen muss.

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Verdacht: War Mashutka einmal eine Präsidenten-Bärin? 

VIER PFOTEN geht davon aus, dass Mashutka schon seit jungen Jahren auf Jagdstationen für Bärenkämpfe missbraucht wurde. Doch Gespräche mit ihrem ehemaligen Besitzer warfen immer wieder den Verdacht auf, dass Mashutka als Bärenjunges dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Yushchenko gehört haben könnte. Angeblich kam sie als Geburtstagsgeschenk in seinen Besitz.

Hertwig: „Wir können diese Behauptung nicht mit Sicherheit belegen, aber es ist bekannt, dass verschiedene ukrainische Präsidenten Bären gehalten haben. Es ist also durchaus möglich, dass Mashutka einmal Viktor Yushchenko gehört hat.“

BÄRENWALD Domazhyr - ein Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN

VIER PFOTEN errichtete 2016 in der Nähe der Ukrainischen Stadt Lviv (Lemberg) ein Bärenschutzzentrum. Es umfasst derzeit 7,7 Hektar und bietet ein artgerechtes Zuhause für Bären aus schlechter Haltung. In den kommenden Jahren wird der BÄRENWALD um weitere Gehege erweitert werden und kann dann bis zu 30 Bären ein behütetes Zuhause bieten. Da die ukrainische Regierung auf Initiative von VIER PFOTEN im Jahr 2015 Hundekämpfe mit Bären und Wölfen verboten hat, unterstützt VIER PFOTEN sie in ihrem Vorhaben, diese grausame Praxis zu beenden. Beschlagnahmte und/oder gerettete Bären finden im BÄRENWALD Domazhyl eine artgerechte Unterbringung und ein naturnahes Umfeld, indem sie sich von den Strapazen ihres bisherigen Lebens erholen können.

Vergesellschaftung der Bären Mashutka und Tyson

Nach langer Beobachtung der Verhaltensweisen von Mashutka und Tyson beschloss das Team unseres BÄRENWALDES Domazhyr, die Beiden zu vergesellschaften. Beide Bären wurden 2017 gerettet und haben seitdem unglaubliche Fortschritte gemacht. Wir werden sehen, ob diese Sozialisierung langfristig erfolgreich ist, aber die Zeichen sehen im Moment gut aus.